
Mama hat gesagt: Fahr‘ ans Schwarze Meer! Aye, aye captain, Leinen los und volle Allrad-Kraft voraus. Drei Stunden Rumgegurke im Schlamm bis zum Treffpunkt bei „Royal Motors“ in Batumi. Ann-Sophie wartet schon auf uns. Sie hat einen Zug von Tiflis aus genommen. A trois rütteln wir uns von einem ins nächste Schlagloch, juckeln über sumpfige Wiesen und durchqueren einen Fluss (mit Lada). Bis wir an der Waterkant ankommen. Rundgeschliffene Kiessteine, schäumende Gischt, wuchtige Wellen. Ein verlassener Küstenstrich trifft auf drei ausgelassene Wildcamper. Perfektes Match! Wir bauen unsere Koch-Station auf. Gibt Spaghetti mit Spinat-Ricotta-Soße und Salat. Und machen später Lagerfeuer mit den getrockneten Kuhfladen. Zertrümmern auch noch eine Holzpalette. Knister, knister!

Nächster Morgen: Schwarzes Meer im Sonnenschein. Was für eine Kulisse! Da muss das Frühstück in Schönheit nachziehen. Wir braten Pfannkuchen an und schnibbeln Apfelscheiben rein. Heiße Butter mit Meeresrauschen – Nase, Augen und Ohren, hier bekommt ihr aber echt mal was geboten!

Ist das Wasser eigentlich kalt? Ich halte mal meine Flossen rein. Nee, lauwarm. Und das Mitte Oktober. Ann-Sophie und ich, Team Nacktbaden, passen eine gute Welle ab und watscheln hinein. Unsere Gesichter schreiben das Wort: GLÜCK.
Oli hält die Stellung am Ufer und macht unsere Kutsche klar. Nach dem Meer geht es in die City namens Batumi. Moderne Wolkenkratzer, Parks und viele Casinos. Und viele Russen. Aber die sind gerade eh überall in Georgien. In Tiflis sind die Mieten daher deutlich nach oben geklettert. Aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. Jetzt wollen wir noch zum Fischmarkt. Das Best of Unterwasserwelt zum Greifen nah: Lachs, Butt, Kaviar…Fischlaraffenland.
Schließlich landen Dorade, Oktopus und (Lachs-)Forellen in unseren Plastiktüten. Im Restaurant nebenan kann man das Fanggut direkt anbraten lassen. Einfach nur köstlich!
Danke, Mama.

