Tag 71: Du verrücktes Istanbul!

49 Kilometer: Güzelce-Istanbul

Kurze Momentaufnahme: Frisch geduscht auf dem Airbnb-Bett, Gitarrenmucke aus der Bluetooth-Box, Stadtgemurmel durch die offene Balkontür. Meine Wangen glühen, meine Beine sind bleischwer. Mein Po braucht glaub ich ne professionelle Wiederbelebung. Egal. Wir sind angekommen. Wir sind in Istanbul. Der Wahnsinn!

Fünf Stunden zuvor: Ann-Sophie und ich – mitten in der vierspurigen Schlacht. Mal mit, mal ohne Standstreifen. Null andere Radfahrer, nur fette Maschinen um uns herum. Durchhalten! 20 Kilometer vor Istanbul dann die Erlösung: ein swimmingpool-blauer Radweg! Wo kommst du denn her?

In Istanbul angekommen, quetschen wir uns durch den Stadtverkehr. Es ist so wunderbar chaotisch. Geisterfahrer, Waschmaschinen, Schlaglöcher – irgendetwas ist immer im Weg. Auch unsere Navigations-App hält Überraschungen bereit. Wir werden zum Beispiel durch einen Bazar mit unzähligen Ständen geschickt. Turnschuhe, Gewürzsäcke, Schaufensterpüppis. Alles ist so eng. Und wir mit unseren Warnwesten. Parfümverkäufer wollen uns Chanel andrehen. Auch wenn wir es literweise nötig hätten, lehnen wir höflich ab.

Und damit zurück zur Momentaufnahme: Eigentlich will ich gar nicht mehr aufstehen. Nie wieder. Aber ich habe auch Hunger. Und draußen ist Istanbul. Also los, ich spendiere nen Cocktail!

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