Tag 13: Chillation

5 Kilometer: Faak am See-Wiesencamping Marhof

Dieser Campingplatz hat zwar keine Seele, dafür einen kleinen Badetümpel. Vor dem Frühstück pirsche ich mich heran. Nur mit Bikinihöschen und Schlaf-Shirt. Letzteres bleibt am Geländer. Flannnsch! Besser als Kaffee. Oh no, zwei kleine Jungs werfen ihre Angelrouten ins Wasser. Ich will sie nicht mit meinen zwei Birnen verstören und gehe rückwärts aus dem Wasser. Operation gelungen.

Micha übernimmt die Bürokratie und zahlt die Nacht. Warum wir denn schon wieder weg wollen, fragt die Dame an der Rezeption. Gestern sagten wir noch, dass wir drei Tage bleiben werden. Michas Antwort: Wir sind so erholt, dass wir die nächste Tour, die nächsten Höhenmeter machen wollen. Fett geflunkert. Wir sind voll platt ohne Platten.

Auf dem Weg zu einem anderen Campingplatz machen wir Station bei Billa, so ne Art Rewe. Die üblichen Verdächtigen landen wieder in unseren Radtaschen, darunter ein Neuzugang: eine Wassermelone.

Mit dem Geraffel geht’s zum Wiesencamping. Bevor wir einchecken, läuft uns ein Huhn vors Rad. Yes, hier bleiben wir!

Der Himmel will seine Tropfen mit uns Erdbewohnern teilen. Das Zelt aufzubauen, macht da gar nicht so viel Sinn. Wir designen einen Unterschlupf mit unseren Rädern. Der Regen prasselt auf das Tarp – wie herunterpurzelnde Kristalle. Immer wieder ergießt sich eine Lache im Rasen. Auch die Plane muss mal Pippi.

Wir lesen, spielen Ringen und beobachten puschelige Kaninchen im Streichelzoo des Campingplatzes. Vom Besitzer gibt es im Gehege ein gefiedertes Ebenbild – mürrisch, leicht exzentrisch, 80er-Jahre-Frise. Und sonst? Viel Grün und nix zu tun. Eine von vielen Definitionen von Glück.

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