103 Kilometer: Willersbach-Ybbs-Melk-Mautern-Zwentendorf
Heute crazy Modus und viele Kilometer sammeln oder lieber Sparflamme und dafür morgen Gummi geben? Beine und Hintern wollen ne ruhige Kugel schieben, aber der Kopf sagt: besser heute leiden und morgen mehr Zeit in Wien haben. Küss die Hand!

Linkes Donauufer, rechtes Donauufer. Maisfelder, Marillenbäume, Weinreben, fette Paläste auf Bergkuppen (da wohnen Benediktinermönche). Und die Kilometer? Zerrinnen nicht so schnell wie gehofft. Bei Stand 60 machen wir eine Pause in einem Ufercafé. „Hausgemachte Marillenknödel“ steht da. Wir bestellen und bekommen eine Baseballkugel in einem Trümmer-Butterbrösel-Haufen. Enttäuschend. Dazu die Aussicht: Shit, noch mindestens 40 Kilometer bis zum ausgeguckten Campingplatz. Wäre meine Laune ein Apfelsaft, dann naturtrüb.
Erste Erkenntnis: Wir haben uns insgesamt zu viel vorgenommen. Zweite Erkenntnis: In Slowenien – in einigen Tagen – wollen wir Speed rausnehmen.
Nach der Analyse sind es zum Glück nicht mehr so viele Kilometer. Aber genug, um innerlich zu jammern. Zur Ablenkung drehe ich einen Fußball-Podcast auf. Einstimmung auf heute Abend. Die allerbeste Nachricht: Der Livestream der ARD ist auch in Österreich abrufbar. Yes!
Angekommen beim Campingplatz kratze ich noch ein paar Energieschnipsel zusammen und kurve zum nächsten Spar: Radler, Chips und Haribo – herrliches Junkfood für eine Fußballnacht!