Tag 24: Low budget, high satisfaction

61 Kilometer: Pioch Badet-Aigues Mortes-Montpellier

Der Wecker rappelt um 7 Uhr. Das frühe Losfahren wird hier ernst genommen. Wir haben Termine. In Montpellier. Vielleicht mit Moules frites, vielleicht mit einer Bouillabaisse (Fischsuppe). 60 Kilometer trennen uns vom Genuss – und vom Hotelzimmer.

Wir verabschieden uns von der Camargue und entern Okzitanien. Auf unserem Weg ein mittelalterliches Schmuckstück: Aigues Mortes. Eines der Stadttore ruft uns zu: Kommt rein, Mädels. Da können wir nicht widerstehen. Wir schieben unsere Bikes durch die schnuckeligen Gassen. Ich arbeite an meinem Hüftgold und atme ein noch warmes Croissant weg. Hmm…

Die Route beschert uns wieder fünf Reisen in einer. Flamingos zur Rechten, Salinen mit rosa Wasser zur Linken. Mal am Kanal, mal durch Schilf-Spaliere. Zwischendurch schnöde Straßen, gut für die Erdung.

Bevor wir in Montpellier aufschlagen, kühlen wir uns noch einmal im Meer ab. Radhose aus, Bikinihöschen an. Handtuch? Brauchen wir nicht. Einfach eintauchen und weiterradeln. Schon Luxus.

Noch 450 Meter bis zum Hotel. Halleluja. Statt auf Booking.com haben wir direkt auf der Hotelseite gebucht. Heißer Tipp! Ann-Sophie hat ein sogenanntes „Chambre économique“ gefunden. 58 Euro für zwei Personen und 90 Cent City-Steuerkosten. Toilette und Dusche sollen wohl auf dem Gang sein. Unsere Erwartungen sind entsprechend niedrig beziehungsweise wir machen uns auf alles gefasst. Der Hotel-Betreiber gibt uns nochmal eine Chance, aus der Nummer herauszukommen. Seid ihr euch sicher, dass ihr das wollt? Äh, ja. Na gut, er händigt uns den Zimmerschlüssel 331 aus. Wir laden den Aufzug voll und nähern uns dem besagten Zimmer. Entwarnung! Alles in Ordnung. Es ist relativ sauber, es gibt eine Klimaanlage und sogar ein Bidet. Wir suchen die Toilette. Ok, nicht so weit vom Zimmer entfernt. Bei der Dusche wird es kniffliger. Wir durchforsten das dritte, das zweite und das erste Stockwerk. Hinter mehreren Ecken taucht ein kleiner Raum mit Dusche auf. Jetzt wieder zurückfinden. Geschafft. Unser Fazit: guter Fang! Hat alles, was wir brauchen und mitten in der City. Und direkt neben einen Waschsalon. Jackpot. Ich spanne eine Wäscheleine im Zimmer, Ann-Sophie holt die Klamotten.

Danach zuckeln wir durch Montpellier. Hatten null Vorstellung von der Stadt. Aber sie gefällt uns. Sogar sehr.

Hinterlasse einen Kommentar