11 Kilometer: Campingplatz-Calanques du Port d‘Alon-Campingplatz
Die Grillen müssen deutsche Wurzeln haben. Pünktlich um 22 Uhr ist Schicht im Schacht. Keine Sommer-Melodien mehr, alles mucksmäuschenstill im Dachgeschoss der Kiefern. Dementsprechend können wir gut einschlafen, werden nur vom Durst geweckt. Es ist so warm im Zelt. Schwitzen ohne Bewegung. Und Besuch von blutrünstigen Vampiren aka Mücken.
Um ein paar rote Punkte reicher, starten wir in diesen fast radfreien Tag. Vormittags geht es mit dem Bus ins benachbarte Städtchen, Badol. Dienstags ist da immer Markt. Vom Gemüse-Zerhacksler über Muscheln bis zum ganzen Hähnchen – mit offenen Wünschen muss hier niemand nach Hause gehen. Hätte ich doch nur Platz in den Radtaschen. Aktuell kann ich mir nur Esspapier zulegen.

Der Bus bringt uns wieder brav zum Campingplatz. Dort veredeln wir eine Aubergine – Format riesen Oschi – zu Couscous. Unsere Parzellen-Nachbarin spendiert uns kein Dessert, sondern etwas viel Besseres: Liegestühle. Echtes Upgrade gegenüber den bisherigen Plastikschüsseln.


Mit vollem Bauch und leeren Taschen rasen wir zum nächsten Strand. Geht nur schussrunter, zu den Calanques. Felsige Buchten mit Grillen-Konzert. Ganz viel Naturschönheit! Micha und ich tauchen unsere Kalk-Körper direkt ins Wasser. Leichte Wellen, sehr viel Salz. So traurig, dass er morgen wieder nach Deutschland fährt. Alles so weit weg schon!
