
„Nächster Halt: Freiburg im Breisgau“! Eine furztrockene Durchsage für einen feierlichen Moment. 16 Stunden durch die Luft getingelt. Von Tiflis über Istanbul nach Frankfurt. Fahrrad am Flughafen wieder zusammengeschraubt, mit dem ganzen Gerödel in die Bahn gestiegen und dann „Ausstieg in Fahrtrichtung links“! Angekommen. Gänsehaut und Tränen. Denn ich bin nicht allein auf dem Bahnsteig – abgesehen von Oli. Ann-Kathrin, Hanna, Nino, Benny, Lars und Gesa strahlen mich an. In ihren Händen eine bemalte Tischdecke: „Willkommen zuhause Anita“. Ich muss richtig flennen. Umarme alle. Einmal, zweimal, dreimal. Es gibt Sekt. Ich rede wirres Zeug. Nur Freude. Überall. Vom kleinen Zeh bis zum Zopf.

Ein bisschen „high“ aufs Rad. Die letzten Kilometer bis zur WG will ich strampeln. Freiburg by night. Alles so friedlich. Es duftet nach feuchtem Laub. Die Straßenlaternen versprühen Heimeligkeit.
Littenweiler, da bin ich wieder. Gleich mal am WG-Briefkasten rumgefingert. Wieder eine Adresse haben. Wieder ein Klingelschild mit dem eigenen Namen. Wieder einen Schlüssel halten. Mir geht das Herz auf. Auch wenn ich in meinem Bett liege und meine Mitbewohner höre: wie der Schreibtischstuhl über den Boden rollt, wie der Kühlschrank aufgeht, wie der Lichtschalter im Bad angeknipst wird. Geräusche, die zuhause singen. Das Vögelchen ist zurück im Nest. Noch rechtzeitig vor Wintereinbruch.
Am nächsten Tag ist nochmal Sommer in Freiburg. Meine Klamotten trocknen in der Sonne. Zelt, Isomatte, Schlafsack, alles wird gereinigt. Danach schnalle ich acht Rollen unter und kurve herum. Mein Gott ist das schön hier. Und so grün. Wie ein saftiger Smoothie. Direkt schlürfen und wohlfühlen. Und nicht mehr loslassen! Vorerst!
Und damit endet dieser Reiseblog. Mit einem großen Grinsen zwischen den Backen.