Tag 83: Nothing special oder doch?

47 Kilometer: Poka-Tsalka

Bis 14 Uhr keine besonderen Vorkommnisse zu vermelden. Wir überholen Schaftransporter, fette Karren (mit russischem Kennzeichen) überholen uns. Wir pesen durch ausgestorbene Dörfer, jedes zweite Haus eine Ruine. In 45 Kilometern kein einziges Café. Dafür Gedanken-Stau im Oberstübchen. Bald endet diese Radtour. Bald kommt mein Chéri. Bald muss ich wieder arbeiten. Die Vorfreude auf einem Tandem mit der Wehmut. Der Himmel macht passend dazu auf Dramaqueen. Gewitter, Grummeln, Grey!

In Tsalka wieder Menschen auf der Straße! Und ein Café. Die Torte muss auf den Teller.

Und jetzt? Guck mal, da ist ein Secondhandladen. Aber meine Radtaschen sind eh schon knallevoll. Ach egal!

Wir versacken fast zwei Stunden in den Klamottenhaufen. Viele Fummel kommen aus Deutschland. Preisschild von Family ist noch druff. Der Händler holt sich die heiße Ware in Tiflis. Auch BH‘s und Negligés darunter. Wir steigen überall rein, manchmal mit Radhose. Es macht so Spaß. Unsere Ausbeute: fünf freshe Teile für 35 Lari, also knapp zwölf Euro. Fairplay!

Bleibt noch die Frage, wo wir heute Abend landen? Auf jeden Fall nicht in der Nähe eines Männer-Klosters 🙂 Wir gönnen uns eine durchgestylte Ferienwohnung und flippen im Wohnzimmer aus. Musik und Fummel an. Get lucky, sag ich da nur!

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