Tag 75: Lost auf Bazaar

Shopping-Time in Istanbul. Ab zum Bankomat und Knete holen. Es geht zum Grand Bazaar! Ein kunterbunter, überdachter Markt mit allem, was das Herz begehrt. Vom Safran-Faden bis zum Jagdgewehr. Ann-Sophie und ich mit großen Augen unterwegs. Immer wieder werden wir von der Seite angelabert. „Hello angels“ und so. Motiviert uns nicht unbedingt, in den jeweiligen Laden zu latschen. Außerdem brauchen wir auch gerade keine Shishas oder Tarnnetze.

In einem Geschäft verweilen wir jedoch länger. In dem Teppich-Tempel von Recep Karaduman. Er handelt mit antiken, handgewebten Kilims – viele älter als er selbst. Für seine Unikate reist er quer durch die Türkei. Manchmal 5.000 Kilometer in einer Woche. Beim Erzählen zeigt er auf seine Nase. Wichtiges Werkzeug beim Aufspüren!

Jeder Teppich, für ihn ein „Gemälde“. So schön, dass er beim Verkaufen weinen muss. Muss er nicht wirklich. Aber innerlich.

Als Ann-Sophie und ich gerade in seinen Laden schneien, hadert eine Kundin mit mehreren, ausgebreiteten Modellen. Per Videotelefonie ist sie mit ihrem Mann verbunden. Recep empfiehlt so ganz grundsätzlich: erst gemeinsam den Teppich kaufen, dann heiraten. Die beiden sind aber schon vermählt. Die Dame fragt nach unserem Rat. Wir sind sofort am Start, diskutieren über Farben und Formen. Bekommen Tee ausgegeben. Dann sollen wir das Geschäft verlassen. Die Kundin soll in Ruhe entscheiden können. Schlussendlich nimmt sie eine von uns vorgeschlagene Kombi. Costa quanta? Auf jeden Fall vierstellig.

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