Tag 66: Mondscheinfähre

14 Kilometer: Camping Varades-Fähre-Alexandroupoli

Wie zwei Bankräuberinnen auf der Flucht verlassen wir den Campingplatz auf Samothraki. Hinter uns: nur noch eine Staubwolke.

Leider viel zu wenig Zeit, um unseren liebgewonnenen, griechischen Platznachbarn Magda und Gorge ausgiebig tschüssikowski zu sagen. Sie haben uns das Wort „Mandalaki“ beigebracht. Heißt Wäscheklammer. Überlebenswichtig.

Schnelle Umarmung, Übergabe von sieben Birnen als Abschiedsgeschenk und dann Fullspeed. In einer Dreiviertelstunde legt die Fähre ab. 14 Kilometer mit einem Durchschnittstempo von 25 Stundenkilometern runterrasiert. Geschafft! Räder und Ladies auf dem großen Kutter. Danach zwei Stunden auf hoher See. Und während die Insel mit dem Meer und den Wolken verschmilzt, schaue ich in die Gesichter der Reisenden. Ich sehe wehmütige, nachdenkliche und verträumte Augen. Urlaub zu Ende? Zurück zum Job? So eine Fähre transportiert neben viel Blech und Bagagen auch immer viele Gefühle.

Auch ich werde still. Im Gegensatz zum Motor. Die komplette Audiospur der Fahrt besteht aus Dröhnen. Aber auch mal gut, den Sabbel zu halten. Morgen also Grenzübertritt in die Türkei. Heiliger Bimbam!

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