Tag 60: Durch das Brandenburg Griechenlands

64 Kilometer: Thessaloniki-Madytos

Hallo Schweißdrüsen, seid ihr bereit? Es geht wieder lohoos. Schon nach fünf Minuten im Sattel rinnt mir die Suppe an Beinen und Schläfen runter. Frage an Ann-Sophie als angehende Ärztin: Wie funktioniert das eigentlich mit dem Schwitzen? Ihre Antwort so in etwa: Die Schweißdrüsen haben ihr Quartier unter der Epidermis, in der sogenannten Dermis. Da liegen auch die Talgdrüsen und die Haarfollikel. Bei Hitze und Anstrengung drückt der Körper Wasser und Salz durch diese Schweiß-Ausgänge. Interessant daran: Schweiß stinkt eigentlich gar nicht. Der müffelige Geruch kommt nur durch Bakterien auf unserer Haut zustande. Sie zersetzen den Schweiß und dann heißt es: Nase zu. Voll der Bildungsurlaub!

Voll zusammengeschweißt – nach so kurzer Zeit!

Genug Schweißologie, hier geht es ja ums Radfahren. Wir kehren Thessaloniki auf unseren Bikes den Rücken zu und kurbeln in den Osten. Erst durch einen hügeligen Nationalpark, dann entlang der Bundesstraße in Richtung Kavala. Mittagspause in einem Dorf mit fünf Cafés. Jeweils bestuhlt für 50. Gab es da Mengenrabatt? Vieles wirkt verlassen. Die goldenen Zeiten? Vorbei? Wo sind die Touris? Alle am Meer? Auf jeden Fall nicht im Norden Griechenlands.

Gut für uns: wenig Touristen = mehr Spots zum Wildcampen. Zum Beispiel am Volvi-See, Griechenlands zweitgrößter See, zwischen Thessaloniki und Ägäis.

Hinterlasse einen Kommentar