87 Kilometer: Petres-Edessa-Aravissos

Heutiger Fitnesszustand = totes Tier auf der Straße. Einfach nur überfahren. Liegt an letzter Nacht. Es hat so gepustet. Beim Zeltaufbauen hat es angefangen. Wie aus dem Nichts war er plötzlich da, der Wind und ging nicht mehr weg. Die Zeltplane klebte immer wieder an meiner Backe. Ohropax und Schlafmaske schauten hilflos zu. Selbst pinkeln war mit den wilden Böen eine echte Herausforderung. Naja, harte Nacht. Abhaken.
Der Morgen bescherte uns eine steile Bergpartie, natürlich mit Gegenwind. Nach der Kuppe wurde aus der steifen Brise ein Lüftchen. Geht doch. Am Wegesrand, überall Obstbäume. Nordgriechenland, ein großer, süßlich duftender Pfirsichgarten. Wir picken die tennisballgroßen Früchte auf und beißen rein. Hmm, frische Ware!


Wir kurbeln weiter bis nach Edessa. Zuerst zu Lidl, dann zu den Wasserfällen. Die Prioritäten sind klar verteilt. Ich bin ganz schön kaputt und würde mich am liebsten in den nächsten Park legen. 33 Grad zeigt die Temperaturanzeige der Apotheke an. Unter meinem Helm, Kernschmelze. Also weiter, zu einem Restaurant mit Campingwiese. Heute gönnen wir uns ein leckeres Mahl. Mit Ouzo zum Einschlafen!

