Tag 55: Zu dritt bei der mazedonischen Omi im Garten

60 Kilometer, 1.200 Höhenmeter: Trpejca-Kazani

Kleiner Snack vor der Pasta!

Plötzlich stand er da, mit Hawaiihemd und roten Fahrradtaschen. Moin Henri! Er kommt aus Oldenburg und will nach Istanbul. Wir auch! Sein Bike kommt von der Fahrradmanufaktur. Unsere auch!

Wir radeln die nächsten Kilometer als Dreier-Gang. Henri erzählt, dass er Freunde in Freiburg hat, zum Beispiel eine Lea. Wir finden heraus, dass ich genau mit dieser Lea Fußball spiele. Sogar manchmal in einer Mannschaft. SV Ebnet, olé! Wie klein die Welt doch ist.

Nach 60 Kilometern auf dem Tacho rollen wir durch ein Dorf mit verlassenen Schaufenstern. Eine Dame ist neugierig und macht ihr Gartentor auf. Sie ist so nett und schenkt eine Packung Spaghetti und frisch gekochte Maiskolben. Eine andere Dame lächelt uns auch ganz herzlich zu. Sie braust gerade ihre Einfahrt mit einem Gartenschlauch ab. Ich gehe auf sie zu und zeige auf den Schlauch, dann auf mich. Sie schaut mich verdutzt an. Mit Zeichensprache und Geräuschen (tschhh) mache ich ihr klar, dass ich mich gerne abduschen möchte. Sie rubbelt sich die Arme. Soll wohl heißen, dass das Wasser kalt ist. Egal! Augen zu und runter!

Zwischen ihrem Walnussbaum und ihrem Apfelbaum dürfen wir sogar unsere Zelte aufschlagen. So toll. Sie bringt Butterkekse und Pflaumen-Marmelade zu uns heraus. Dann noch Tee. So eine Omi ist goldwert!

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