58 Kilometer, 1.037 Höhenmeter: Camp Oaza-Virpasar-Donji Murici
Bett, Decke und Kopfkissen: Das ist schon etwas Feines. Und dann auch noch in einem Tipi. Kristina und Arnaud, ein Radel-Pärchen aus der Schweiz, haben uns gestern zu sich ins Zelt eingeladen. Wie wunderbar. Zumal es heut morgen total geplätschert hat. Blitze, Donner, Regen-Fontäne. Wir sind im Trockenen und unser Stuff auch.

Für Ann-Sophie und mich geht es ostwärts. Das Hotelzimmer in Tirana ist schon gebucht. Donnerstag, der große Tag in der albanischen Hauptstadt. Der Weg dahin führt uns durch das montegrinische Hinterland. Diese Weite, dieses Grün! Reife Feigen plumpsen auf die Straße. Die Autofahrer hupen uns zu. Daumen hoch, alle paar Kilometer.

Am Abend haben wir ein Rendezvous mit Pax und Romain. Die beiden Frenchies sind vor zwei Monaten aus Grenoble losgedüst. Gestern haben wir uns zufällig getroffen und eine Kochsession für heute ausgemacht. Am Skutarisee. Zwischen Montenegro und Albanien. An unserem Treffpunkt gibt es überhaupt keine Supermärkte. Gefuttert wird also, was unsere Radeltaschen zerquetscht hergeben: Soja-Würfel, Tofu, Nudeln, Pesto Früchte und Kekse. Keine haute cuisine, aber trotzdem délicieux.

