Tag 42: Back in the game

53 Kilometer: Pitve-Sucuraj-Fähre nach Drvenik

Wehmut beim Biss ins Brötchen: Wir nehmen Abschied von unserem Pudelwohlfühlort Pitve und ziehen weiter. Das kleine Dorf mit den uralten Steinhäusern, das sich auch gut als 1.000-Teile-Puzzle oder als Cover für ein Mittelalterbrettspiel eignen würde, ist uns ans Herz gewachsen. Wir kommen wieder, irgendwann.

Mit geputzten Rädern und frisch gewaschener Bike-Kutte zurück auf die Straße. Dachten wir. Doch der Asphalt verabschiedet sich schon nach wenigen Kilometern. Vor uns eine etwa zehn Kilometer lange Schotterpiste. Trocken, rostbraune Erde, hamstergroße Steinbrocken. Unsere armen Räder. Bangbang, you Schotter me down. Wir schieben. Wir fahren. Wir schieben. Stop and go. Die Stimmung sinkt. Wir verfluchen unsere Navigationsapp Komoot. So ein Sch***!

Zur Beruhigung rupfe ich ein paar Lavendel-Stängel am Wegesrand weg und schnuppere dran. Durchhalten, bald haben wir es geschafft. Und ja, irgendwann taucht wieder Teer auf. Wir fahren auf den östlichsten Zipfel der Insel Hvar zu. Links und rechts Meerblick, schroffe Berge, leere Straßen – getunkt in ein marillenfarbiges Abendlicht. Eine der schönsten Strecken auf dieser Tour. Die gute Laune ist wieder da.

Pünktlich um 18 Uhr tuckert unsere Fähre in Sucuraj in Richtung Festland los. Nach einer halben Stunde rollen wir mit unseren Rädern vom Schiff. Tada, da sind wir wieder. Und wo schlafen wir? Wir checken die Lage am Beach. Ich entdecke ein Haus mit einer Terrasse, direkt am Meer. Die dazugehörigen Urlauber aus Berlin sind total unkompliziert und genehmigen uns das Schlafplätzchen vor ihrer Küche. Die Wellen schwappen und die Wolken decken uns heute zu.

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