
80 Kilometer, 720 Höhenmeter: Ponikva-Celje-Litija
Tougher Tag für meine Schweißzellen. Fünf Liter getrunken, fünf Liter wieder heraus-osmost. Am Nachmittag immer noch 37 Grad. Die Luft ist heiß geföhnt, der Teer auf den Straßen schon buttrig. Aber 80 Kilometer müssen heut sein. Zwischendrin gibt es keine Campingplätze. Nur diese eine Landstraße. Links Felswand, rechts der Fluss Save. Oben die Sonne, unten die purzelnden Schweißtropfen. Meine Radhose hat schon ein psychedelisches Salzflecken-Muster.



Gegen 18 Uhr Ankunft in Litija auf einem Bauernhof mit Rasen für Zelte. Der Landwirt sieht aus, als ob er jeden Augenblick platzen würde. Mit viel Liebe bereitet er gerade ein Abendessen vor. Dazu föhnt er die Kohle im Grill. Sein Teint: knusprig braun.



Unsere Gastgeber erklären uns, dass es später laut werden könnte. Eine Männerhorde feiert Junggesellenabschied. Kurz nach acht rollt ein Trecker mit Musik und Ballons an. Paaaaarty! Wir mischen uns unter die schon taumelnden Jungs. Mit Alkohol können sie ganz gut Englisch sprechen.
Was wir leider verschlafen werden: Um Mitternacht muss der Bräutigam ein schweres Holzkreuz durch das Dorf tragen – wie Jesus. So will es die Tradition! Na denn…unseren Segen hat er!
