Tag 9: Klärwerk-Hopping bis nach Linz

97 Kilometer: Unterach am Attersee-Vöcklabruck-Wels-Traun (Linz)

Wir lassen die Nördlichen Alpen hinter uns.

Vor dem Frühstück in den Attersee gesprungen, drei Proteinriegel reingezogen und eine heiße Gaskocher-Schoki geschlürft. Ready, 100 Kilometer wegzuschrubben. Wir nehmen den Radweg R6 in Oberösterreich. Die schmale Teerbahn schlängelt sich zunächst am türkisblauen Attersee entlang. Oberösterreich mit Gardasee-Flair – einfach nur eine Augenweide. Nicht so die nächsten 70 Kilometer.

Wir klappern diverse Klärwerke ab. Links und rechts immer wieder mausgraue Betonklötze, Umspannwerke und eine Tiersammelstelle (?). Um ein Haar hätte Mitfahrer Lars ein Rebhuhn überfahren. Aber es ging nochmal gut. Kleiner Lichtblick: das Café Traunzeit entlang der Traun.

Nette Musik, fancy Getränke und kein Klärwerk in der Nähe: das Café Traunzeit bei Wels.

Die innere Regentonne wieder aufgefüllt, geht es an die letzten 30 Kilometer. Bei der Plattform für und von Radlern „Warmshowers“ bin ich wieder fündig geworden. Martha und Stefan teilen ihr Haus (in einem Vorort) mit uns. Wir verabreden uns am Abend in Linz. Vorher dürfen wir unsere Räder und unsere sieben Sachen auf der Hausterrasse parken. Mit dem Schweiß der Tour wollen wir aber nicht zum Treffpunkt, ein Sommerfest von „Willy Fred“ (ist wohl ein Mietshaussyndikat). Daher springen wir nochmal in den nächstgelegenen See. Es ist kalt, ich habe Hunger und überhaupt gar keine Lust auf Baden, aber Augen zu und rein. Brrrrr! Danach bisschen Beauty, schnell in die Daunenjacke und ins Linzer Nightlife.

Wer braucht schon Duschen bzw. Badezimmer?

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