Tag 6: Renken und Brachsen

92 Kilometer: Schliersee-Bernau am Chiemsee-Siegsdorf

Momentaufnahme am Chiemsee: 75 Meter ist das Bayerische Meer tief, erzählt uns Berufsfischer Florian Lackerschmid. Hohe Stirn, honigfarbene Haare, breites Kreuz.

Er gehört einer von insgesamt 16 Fischerfamilien am Chiemsee an. Geräucherte Renken (verwandt mit der Forelle) und halbe Brachsen (Karpfenfisch) hat er heute im Angebot. Wir drängeln uns in seinen Verkaufsraum, sollen aber ganz schnell die Türe schließen, damit keine Fliegen hereinkommen. Die gold-braunen Renken liegen Flosse an Flosse nebeneinander gekuschelt, daneben die Brachsen, frisch aus der Räucherofen. Für vier Renken und eine halbe Brachse blättern wir einen Zwani hin. Mit dem Fanggut geht es auf eine Holzbank am Chiemseeufer. Voller Vorfreude!

Jeder mit Gabel in der Hand auf Grätensuche. „Hmm“, „voll lecker“, „mein Gott“ murmelt die Holzbank. 🙂

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