Tag 3: Griaß di, Allgäu

77 Kilometer: Lindau-Oberstaufen-Alpsee-Rettenberg

Der Alpsee in den Allgäuer Alpen.

Byebye Bodensee, welcome to Allgäu. Erinnert mich auf den ersten Blick an den Schwarzwald: hohe Nadelbäume, saftige, grüne Wiesen und Häuser mit Holzschindeln. Die erste Etappe des Bodensee-Königssee-Radweges führt uns durch diese Bilderbuch-Landschaft. Wieder voll Sonne, das Herz pumpt, alle Schweißdrüsen busy. Meine Haut? Einfach nur salted caramel. Vor mir ein Auto mit Kennzeichen „LI:MO“. Okay, ich habe verstanden. Beim nächsten Café gibt es eine Holder-Schorle. Der Elektrolytehaushalt muss in der Balance bleiben. Kleine Anekdote dazu am Rande: In Niederstaufen sind wir an einer Militärübung vorbeigefahren. Deutsche Soldaten bilden da gerade UN-Beobachter aus. Einer dieser Soldaten mit verschmierter, schwarzer Tarnfarbe auf den Backen hat mir einen Schoko-Müsliriegel geschenkt. So gut!

Kurzer Zwischenstopp danach in einem zünftigen Gasthaus mit Wienerle, Weißwürsten und Maultaschen. Danach weiter auf dem Bodensee-Königssee-Radweg. Viel rauf und runter. Die Dorfjugend tuckert mit Oldtimer-Treckern durch diese saftige OA:SE (OA = Oberallgäu) und die Bauern und Bäuerinnen kehren das duftende Gras auf den Feldern zusammen. Idylle beim Vorbeifahren.

Insgesamt geben wir uns wieder 1.000 Höhenmeter in die Knochen. Da kommt der Alpsee wie gerufen. Hatte den Seenamen noch nie gehört vorher. Wasser, dahinter eine Bergwand. Und die Alpen blitzen immer wieder vor. Unvorstellbar, dass ich erst vor zwei Tagen aus Freiburg losgeradelt bin.

Details zu der bevorstehenden Nacht im Stadl dann morgen.

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